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Montag, 09 September 2019 14:37

China und Deutschland

Abhängig oder Win-Win-Situation

Am 1. Oktober 2019 feiert die Volksrepublik China das 70jährige Jubiläum (siehe auch „70 Jahre Volksrepublik – eine beispiellose Entwicklung“). Im Vorfeld besuchte jetzt Angela Merkel mit einer Wirtschaftsdelegation das Land. Es war bereits die 12. China-Reise der Kanzlerin. Allein dadurch kommt eine hohe Achtung zum Ausdruck. Die deutsch-chinesischen Beziehungen sind gut. China ist inzwischen der größte Handelspartner Deutschlands. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll sogar – ein Wunsch auf beiden Seiten – noch ausgebaut werden. Der Hintergrund hat einen gemeinsamen Nenner, die Vereinigten Staaten.

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Montag, 19 August 2019 14:11

70 Jahre Volksrepublik China

Eine beispiellose Entwicklung

In wenigen Wochen feiert die Volksrepublik China ihr 70jähriges Bestehen. Als am 1. Oktober 1949 Mao Zedong nach einem verheerenden Bürgerkrieg die kommunistische Volksrepublik gründete, lag das Land am Boden. Es war schlicht unvorstellbar, dass China jemals wieder (wie schon einmal in seiner großen Geschichte) eine wichtige Macht werden würde. Dabei hat China tatsächlich auch eine große Vergangenheit – wenn auch sehr lange zurückliegend – mit einer damals globalpolitisch führenden Rolle etwa in der Tang-Dynastie (607-918). Zahlreiche Erfindungen oder erstmalige Anwendungen (Buchdruck, Porzellan, Wasseruhr, Kompass usw.) belegen die damaligen Fähigkeiten des alten „Reichs der Mitte“. Dann verschwand China für Jahrhunderte in der relativen Bedeutungslosigkeit, von einigen Zwischenhochs abgesehen. Doch nach 1945 begann ein grundlegend neues Kapitel in der ruhmreichen Geschichte Chinas.

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Am Investitionsvolumen partizipieren

Als im Herbst 2013 Chinas Präsident Xi Jinping die Initiative „Neue Seidenstraße One Belt – One Road“ proklamierte, hat die westliche Politik dieses Vorhaben nicht verstanden und als Nebensache einer Nostalgie zur Kenntnis genommen. Gewiss, so Meinungen im Westen, wolle China mit dem Projekt an seine große Vergangenheit erinnern. Doch dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas ging und geht es um mehr! Mit einem im Jahr 2018 erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 14.093 Milliarden $ ist China inzwischen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt (nach den USA mit 20.413 Milliarden Euro). Die erreichte Position will Xi Jinping durch die Erschließung neuer Märkte festigen und ausbauen. Das „Reich der Mitte“ knüpft mit der Seidenstraßen-Initiative an seine glorreiche Geschichte an. Doch die Gewinnung neuer Handelspartner soll behutsam erfolgen. Die chinesische Führung will nicht als bestimmender neureicher Staat auftreten. Man sei bei allen erreichten Erfolgen immer noch ein Land im Aufholprozess.

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Dienstag, 31 Juli 2018 16:53

Der Handelspartner China

Schwierig aber wichtig

Vor dem Hintergrund protektionistischer Tendenzen und des Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten, war der jüngste Besuch des chinesischen Premiers Li Keqiang in Berlin auch ein Versuch, Interessen mit Deutschland zu bündeln. Doch nachdem vor wenigen Tagen die Bundesregierung bei zwei geplanten chinesischen Investitionen in Deutschland den Stecker zog, war die Verwunderung nicht nur bei den Chinesen zu registrieren. Ausgerechnet der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), der in der Vergangenheit sogar Schutzzölle gegen chinesisches Dumping forderte, machte jetzt einen Kniefall vor den Chinesen und entschuldigte sich quasi für das Verhalten der Bundesregierung beim Verhindern der chinesischen Investitionen. Derartige Entscheidungen bergen die „Gefahr, das Klima für Auslandsinvestitionen zu beeinträchtigen“, sagte Dr. Stefan Mair, immerhin Mitglied der BDI-Geschäftsführung.

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